Spenden-Übergabe aus Emmas Maskenprojekt an den Wildpark Eekholt
von Betina Mantey-Berg

Spenden-Übergabe aus Emmas Maskenprojekt an den Wildpark Eekholt

Spendenübergabe Eekholt

Nachdem unsere 13-jährige Tochter Emma ihre Osterferien nutzte, um Behelfsmasken zu nähen und diese für 5 EUR pro Stück abzugeben (1,50 EUR Materialkosten + 3,50 EUR Spende), hat sie nun den Erlös wie geplant an den Wildpark Eekholt übergeben. In sechs Wochen hat Emma insgesamt 370 Masken genäht, sodass eine Spendensumme von sagenhaften 1.300 EUR zusammengekommen ist! Die Spende hat Emma am Dienstag, den 12.05.2020, dem Wildparkleiter Wolf-Gunthram Freiherr von Schenck persönlich übergeben. Herr von Schenck nahm sich viel Zeit für ein langes Gespräch und freute sich sehr darüber, dass die Spende an den Wildpark geht, da dieser durch die wochenlange Schließung in der sonnigen Zeit die Krise hart zu spüren bekommen hatte. Außerdem zeigte er sich sehr beeindruckt von Emmas Engagement und Durchhaltevermögen. Als kleines Dankeschön überreichte er ihr einen Stofffuchs mit Maske, den er stellvertretend für Emmas Projekt am Tag zuvor in der NDR Sendung „Schleswig-Holstein 18:00“ mit im Studio hatte. Außerdem sagte er ihr zu, dass sie sich bei zukünftigen Besuchen gerne melden dürfe, so dass ihr vom Wildpark das ein oder andere versteckte Highlight im Park gezeigt werden könne. Die Spende wird auf Emmas Wunsch unter anderem in Tierpatenschaften für einen Esel, ein Kaninchen und einen Bienenstock gehen.

Emma selbst hat der Verlauf und das Ergebnis ihres Projekts auch überrascht: „Das ganze fing mit der Idee an, Masken zu nähen, um mir die Zeit zuhause zu vertreiben und dabei vielleicht ein paar Spenden zu sammeln. Aber dann kam die Maskenpflicht und ich wurde regelrecht überrannt mit Anfragen.“ Nach Berichten bei R.SH und bei Basses Blatt wurde sogar aus Hamburg, Berlin und Hessen bestellt. Selbst in München ist eine Maske gelandet, die eine Spenderin ihrer dort lebenden Tochter geschickt hat. „Es war zwar auch anstrengend, aber die Zeit war trotzdem schön“, bekennt Emma. Ich habe durch das Projekt sehr nette Menschen kennengelernt und vieles gelernt, was man in der Schule so nicht lernt.“ Eine Begegnung hat Emma ganz besonders berührt: Eine Dame, die hörte, dass Emma noch auf der alten Maschine ihrer Mutter nähte, schenkte ihr eine Nähmaschine, die sie erst kürzlich gekauft hatte. Kurze Zeit später verstarb der Ehemann der Dame. Und da sie auf der Trauerfeier keine weißen Masken wollte, hat Emma ihr 15 bunte Masken genäht.

Seit dem 20. April geht die (Heim)-Schule auch für Emma weiter. Sie bedankt sich bei allen Spendern und wünscht sich jetzt besonders eines: Ihre Freunde, wenn auch mit Maske, hoffentlich alle bald wieder zu sehen! Wir sind sehr stolz auf Emma und freuen uns, dass ihr das Projekt so gut angekommen ist.

Diesen Beitrag teilen:

Zurück